Wenn wir gute Nachrichten bekommen, freuen wir uns. Wenn wir sehr gute Nachrichten bekommen, dann sagen wir manchmal: „Ich könnte vor Freude platzen.“ Aber was ist mit Nachrichten, die so gut sind, dass sie fast zu viel sind? Zu schön, um wahr zu sein. Nachrichten, die erst einmal eher überfordern als euphorisieren.
So ähnlich muss es Josef gegangen sein.
Der Mann war gerade dabei, sein Leben still und ordentlich zu sortieren. Verlobt. Zukunft geplant. Und dann: Maria ist schwanger. Nicht von ihm. Für Josef brach in diesem Moment alles zusammen. Verletzung. Enttäuschung. Fragen ohne Antworten. Und trotzdem entscheidet er sich für einen erstaunlich liebevollen Weg: Er will sich still von ihr trennen, um sie nicht bloßzustellen.
Und genau da greift Gott ein.
Ein Engel erscheint ihm im Traum und sagt: „Sie wird einen Sohn zur Welt bringen. Du sollst ihm den Namen Jesus geben, denn er wird sein Volk von allen Sünden befreien“ (Matthäus 1,21).
Was für eine Botschaft.
Nicht nur: Maria hat dich nicht betrogen.
Sondern: Du bist Teil von Gottes Rettungsplan für diese Welt.
Vielleicht hat Josef gedacht: Warum ich? Warum Maria? Warum wir?
Und ehrlich gesagt: Es gibt darauf keine Leistungsantwort. Josef hatte sich das nicht verdient. Maria auch nicht. Keine Titel, keine Ausbildung, kein religiöser VIP-Status. Zwei ganz normale Menschen.
Aber genau das ist die gute Nachricht.
Gott sucht nicht die Perfekten. Er sucht die Bereiten. Menschen mit einem offenen Herzen. Menschen, die sagen: Wenn du mich willst, Gott, dann geh ich mit.
Josef hätte Nein sagen können. Er hätte aussteigen können. Doch er vertraut. Er nimmt seinen Platz in Gottes Geschichte an – obwohl er noch längst nicht alles versteht.
Und jetzt kommt die vielleicht beste Nachricht von allen: Gott ist nicht bei Maria und Josef stehen geblieben. Er möchte auch dich einbeziehen. Dein Leben. Deine Geschichte. Deine Persönlichkeit.
Du bist kein Zufall. Dein Wesen, deine Begabungen, deine Interessen – all das kann zu einem Wegweiser werden, der andere auf Jesus hinweist. Nicht laut. Nicht perfekt. Aber echt.
Die Frage ist nicht, ob Gott dich gebrauchen will.
Die Frage ist, ob du – wie Josef – bereit bist, Ja zu sagen.
Herausforderung für heute: Bitte Gott heute ganz konkret: „Herr, zeige mir, wie mein Leben auf dich hinweisen kann.“ Vielleicht durch ein Gespräch. Eine Einladung. Eine kleine mutige Entscheidung.
Wenn du in Berlin wohnst, kann das zum Beispiel auch eine Einladung zu einem Musical sein, in dem ich sogar eine kleine Rolle spielen darf 😉
Infos & Tickets: https://www.eventbrite.com/cc/christmas-musical-2025-4779733
Gott schreibt Geschichte – oft leise, aber immer bedeutsam.
Sei gesegnet!
„Es gibt Augenblicke, in denen eine einzige Wahrheit unser ganzes Leben verändern kann“ (Albert Camus).


